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	<title>Mediawok Bangkok &#187; Schlangenblut</title>
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	<description>TV &#38; Film Production - Bangkok</description>
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		<title>Das Klischee &#8211; Eine Tour in das Bangkok der Romane und Krimis.</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2007 12:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alexandergrawe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum eine andere Stadt wird in Literatur und Film so düster dargestellt wie Bangkok. Ein bedrohlicher und feindseliger Moloch mit dunklen Gassen in strömendem Regen, zuckenden Neonreklamen, tätowierten Zuhältern und chinesischer Mafia. Ich persönlich habe ein ganz anderes Bild von Bangkok: ich finde Bangkok hell und grün und freundlich. In kaum einer anderen Millionen-Metropole habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum eine andere Stadt wird in Literatur und Film so düster dargestellt wie Bangkok. Ein bedrohlicher und feindseliger Moloch mit dunklen Gassen in strömendem Regen, zuckenden Neonreklamen, tätowierten Zuhältern und chinesischer Mafia.</p>
<p>Ich persönlich habe ein ganz anderes Bild von Bangkok: ich finde Bangkok hell und grün und freundlich. In kaum einer anderen Millionen-Metropole habe ich mich je so sicher gefühlt.</p>
<p>Aber gut, wer das düstere Bangkok-Klischee unbedingt bestätigt haben möchte, für den haben wir eine ganz spezielle Stadt-Tour recherchiert &#8211; für alle Fans des Makabren.</p>
<div id="attachment_280" class="wp-caption alignnone" style="width: 624px"><img class="size-large wp-image-280  " title="Forensic Museum Bangkok" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/09/17102007048-1024x768.jpg" alt="Nichts für Zartbesaitete!" width="614" height="461" /><p class="wp-caption-text">Nichts für Zartbesaitete!</p></div>
<h3>Forensisches Museum</h3>
<p>Wer auf Sonderbares steht, ist hier genau richtig. Das Museum ist ein echtes Gruselkabinett. Zunächst trifft man auf einbalsamierte Leichen von Mördern. Der absolute Publikumsliebling ist da Si Quey, der in den Fünfziger Jahren als Massenmörder und Kannibale in Bangkok unterwegs war. Seine Leiche ist mit Paraffin gefüllt und man sieht deutlich die Autopsie-Narbe auf der Stirn. Sein Gehirn wurde damals entnommen um festzustellen, ob das Hirn eines Kannibalen anders ist als  das eines normalen Menschen (ist es übrigens nicht). Nach eigener Aussage hat Si Quey damals getötet „weil er Menschenfleisch mochte, nicht aus Hunger.“</p>
<p>Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist der Kopf eines Mannes der per Kopfschuss getötet wurde. In zwei mit Formaldehyd gefüllten Aquarien schwimmen die beiden Hälften seines fein säuberlich durchsägten Schädels. Den Weg den die Kugel durch sein Gehirn genommen hat, ist perfekt zu erkennen.</p>
<p>Besonders bedrückend sind diverse Fehlgeburten und ein ertrunkener Säugling, alle in Formaldehyd eingelegt. Viele thailändische Besucher legen vor den Glasbehältern Bonbons oder kleine Spielzeuge ab.</p>
<p><strong>Adresse:</strong> zweiter Stock, Adulaydejvigrom Building. Gebäude 28 des Sriraj Hospitals an der Phrannok Road<br />
<strong>Öffnungszeiten:</strong> Montag-Freitag, 9 bis 16 Uhr<br />
<strong>Eintritt:</strong> 40 Baht</p>
<h3>Sao Ching Cha</h3>
<p>Die Große Schaukel &#8220;Sao Ching Cha&#8221; 1784 errichtet und wurde für eine brahmanische Zeremonie genutzt, die jährlich stattfand.</p>
<p>Diese gefährlichen Schaukel-Wettkämpfe wurden 1935 aufgegeben, weil es einfach zu viele Todesfälle gab. Nach brahmanischem Glauben stieg Phra Isuan jedes Jahr für zehn Tage vom Himmel und musste unterhalten werden. Jedes Team hatte vier brahmanische junge Männer, die sich jeweils auf der Schaukel immer höher schwangen, bis sie einen Bambuspfahl mit einen Beutel erreichten, der 3 Tamlung (heute etwa 12 Baht) enthielt. Ziel war es den Beutel mit den Zähnen vom Bambusstock zu greifen. Dazu musste eine Höhe von 25 Metern erreicht werden, die Schaukel musste also praktisch horizontal stehen, um die Tasche zu ergreifen. Bei einem Fehler fiel man aus großer Höhe zu Boden oder schlug mit dem Kopf auf das Bambusrohr. Schwere Verletzungen oder der Tod waren die Folge. Heute steht nur noch die Schaukel – eine Nachbildung aus 1919.</p>
<p><strong>Adresse:</strong> vor dem Tempel Wat Suthat, 146 Bamrungmuang Road<strong> </strong><br />
<strong>Öffnungszeiten:</strong> Schaukel ist immer zugänglich, Tempel: 9 bis 17 Uhr<br />
<strong>Eintritt: </strong>frei</p>
<div id="attachment_282" class="wp-caption alignnone" style="width: 416px"><img class="size-large wp-image-282 " title="Elefanten Fußball" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/09/DSC_0024-676x1024.jpg" alt="Elefanten Fußball" width="406" height="614" /><p class="wp-caption-text">Elefanten Fußball</p></div>
<h3>Corrections Museum</h3>
<p>Der gesamte Romanee Lert Park war früher das Bangkok Remand Prison. Wo heute Jogger und Liebespaare unterwegs sind, waren bis 1990 noch Zellenblocks. Einige Wachtürme stehen heute noch und auch vier ehemalige Gefängnisgebäude. In Gebäude 2 ist eine Foto-Ausstellung über den König und in Gebäude 3 kann man Möbel kaufen, die von Häftlingen gefertigt wurden. Gruselig wird es in Gebäude 1. Dort wird die Geschichte der Todesstrafe in Thailand mehr als anschaulich dargestellt. Bis 1934 wurde in Thailand mit dem Schwert exekutiert. Zwei Henker schlugen direkt nacheinander, um einen schnellen Tod sicher zu stellen. Danach und noch bis 2001 wurden Erschießungen durchgeführt. Heute existiert in Thailand nach wie vor die Todesstrafe durch Giftinjektion.</p>
<p>Gebäude Nummer 4 ist ein ehemaliger Zellenblock. In den 36 Zellen werden verschiedene Folter- und Hinrichtungsinstrumente ausgestellt. Eine sehr thailändische Methode: der Häftling wurde in einen großen Rattan-Ball gepfercht in den von außen spitze Nägel nach innen durchgeschlagen wurden. Dann wurde der Ball Elefanten zum Fußballspielen gegeben.</p>
<p><strong>Adresse:</strong> 436 Mahachai Road<br />
<strong>Öffnungszeiten:</strong> Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr<br />
<strong>Eintritt:</strong> frei (es gibt eine Spendebox)</p>
<h3>Schlangenblut-Bar</h3>
<p>Haben Sie den Film „The Beach“ mit Leonardo di Caprio gesehen? Erinnern Sie sich an die Anfangsszene, wo er als Richard Schlangenblut trinkt? Sie dachten, dass wäre Hollywood-Phantasie und maßlos übertrieben? FALSCH! In Bangkok kann man tatsächlich Schlangenblut trinken, jeden Tag, ganz normal, nicht mal in irgendeinem Hinterzimmer.</p>
<p>Khlong Toey ist der berüchtigte Slum Bangkoks. (Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie mal das Buch „Welcome to the Bangkok Slaughterhouse“) Dort gibt es den Khlong Toey Markt – eine Sehenswürdigkeit an sich – und auf diesem Markt, direkt an der Straßenecke Rama 4 und Asok Road öffnet jeden Tag um 15 Uhr die Schlangenblut-Bar (eigentlich nur eine schäbige Marktbude mit Plastikstühlen). In großen verschmierten Flaschen bietet dort ein alter Chinese mit einem blinden Auge Schlangenblut gemischt mit Thai-Schnaps an. Na, dann Prost! Soll angeblich gut für die Potenz sein. Außerdem gibt es auch Cobra Curry, höllisch scharf!</p>
<p><strong>Adresse:</strong> Ecke Rama 4 / Asok Road<br />
<strong>Öffnungszeiten:</strong> ab 15 Uhr<br />
<strong>Preis: </strong> pro Schlangenblut Schnaps</p>
<h3>Die Ruamkatanju Foundation</h3>
<p>Nicht weit von Patpong, dem berühmt-berüchtigten Rotlichtviertel Bangkoks liegt der Tempel einer buddhistischen Stiftung die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Verkehrs- oder Mordopfer einzusammeln. Das Büro ist rund um die Uhr geöffnet, und die freundlichen Angestellten und Freiwilligen berichten nur allzu gerne über das, was auf der dunklen Seite Bangkoks so alles passiert. In einem Glaskasten hängen Fotos aus, die keine Zeitung je drucken würde.</p>
<p>Im Durchschnitt sind pro Nacht ein halbes Dutzend Verkehrstote einzusammeln, dazu kommen immer mal Schießerei-Opfer und ab und zu auch mal eine Drogenleiche. Circa vier Selbstmörder pro Woche gilt es abzuholen und manchmal gibt es auch einen Touristen einzupacken, der sich mit einer der Prostituierten zuviel zugemutet hat.</p>
<p>Wer etwas Gutes tun will, kauft bei der Ruamkatanju Foundation einen Sarg für 500 Baht (ca. 11 Euro). In diesem Sarg wird dann ein unidentifiziertes oder mittelloses Todesopfer von der Foundation würdig bestattet. Die Einsatzzentrale der Ruamkatanju Foundation ist gleichzeitig ein Tempel – viele kommen regelmäßig her um zu spenden und zu beten. Die Spendenquittung wird im Tempel verbrannt. Das ist gut fürs eigene Karma und beschützt davor, selbst ein Unfallopfer zu werden.</p>
<p><strong>Adresse:</strong> Ecke Rama 4 / Si Phraya Road<br />
<strong>Öffnungszeiten:</strong> 24 Stunden<br />
<strong>Eintritt:</strong> frei</p>
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		<title>Wigald Boning in Bangkok: &#8220;Schlangenblut erst ab 15 Uhr!&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2007 06:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christinagrawe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Khun Weeegaaa“ oder „Mr. Bonninn“ – die Thailänder haben Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache seines Namens. Und dennoch ist der deutsche Comedystar Wigald Boning in Thailand tatsächlich richtig berühmt. Als „Dr. Megaclever“ kennen ihn viele, auf der Straße schaut man ihn an, Frauen möchten Erinnerungsfotos mit ihm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Khun Weeegaaa“ oder „Mr. Bonninn“ – die Thailänder haben Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache seines Namens. Und dennoch ist der deutsche Comedystar Wigald Boning in Thailand tatsächlich richtig berühmt. Als „Dr. Megaclever“ kennen ihn viele, auf der Straße schaut man ihn an, Frauen möchten Erinnerungsfotos mit ihm. Seine deutsche Sendung „Clever“ – die SAT1 Wissensshow, die er gemeinsam mit Barbara Eligmann moderiert – läuft nämlich auch im thailändischen Fernsehen, auf thai synchronisiert natürlich. Und weil der blasse deutsche Fernseh-Professor bei den Thais so gut ankommt, hatte ihn die hiesige Produktionsfirma jetzt in 3 weitere Shows als Gast eingeladen.</p>
<dl id="attachment_636" class="wp-caption alignright" style="width: 370px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-large wp-image-636 " title="Boning in Bangkok" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0156-600x908.jpg" alt="Boning in Bangkok" width="360" height="545" /></dt>
</dl>
<p>Ein Asienerlebnis der besonderen Art für den deutschen Comedian: „Ich kam bei der ersten Show an und es gab eine Produktionsbesprechung – nur auf thai! Bevor irgendwer mir mal irgendwas übersetzen konnte, wurde alles ganz hektisch, ich hörte so was ähnliches wie meinen Namen, das Rotlicht ging an und ich wurde einfach auf die Showbühne geschoben!“ Wigald Boning schüttelt immer noch lachend fassungslos den Kopf, als er mir über seine Erfahrungen im thailändischen Fernsehen erzählt: „In einer anderen Show, in einem Sketch sollte ich einen chinesischen – jaaaa, chinesischen! – Soldaten spielen und immer nur „yes“ sagen! Sie dachten wohl, Hauptsache Ausländer! Als ich aus Quatsch einmal „no“ sagte, schrieben sie ganz ernst „yes“ auf eine Tafel und hielten sie hoch für mich! Kein Witz!“</p>
<h3>Thailand Crashkurs</h3>
<p>Wigald Boning ist zum ersten Mal in Thailand, zum ersten Mal in Asien. „Das war schon toll, dass ich durch diese Fernsehsendungen gleich einen ganz besonders intensiven Einblick in thailändisches Leben bekam.“ Und ganz besondere kulturelle Lehrstunden. Wie man richtig grüßt im Fernsehen z.B.. Der thailändische Verbeugungsgruß Wai wurde mehrfach geübt mit ihm. „Mein Vorschlag, dass ich als Deutscher Hände schüttele oder nur nicke oder freundlich winke, wurde empört abgewehrt!“ Für einen Auftritt an einem Montag bekam er ein natürlich gelbes T Shirt, er lernte beim Dreh im Tempel, wann und wo man die Schuhe auszieht, dass man keine Witze über den König macht und auch nicht einfach fremde Menschen nach ihrer politischen Meinung fragt.<br />
„Ich finde toll, dass ich so mehr als nur die üblichen großen Sehenswürdigkeiten zu sehen bekam und wahrscheinlich in einer Woche Thailand intensiver erlebt habe als die meisten Touristen beim ersten Mal hier.“<br />
Und so wollte Wigald Boning auch seinen letzten Tag nicht faul am Pool verbringen, sondern nochmal eintauchen ins Bangkoker Leben abseits der Touristenpfade. Und wir durften ihn begleiten auf seinen ungewöhnlichen kulturellen Lehrpfaden durch Bangkok:</p>
<div id="attachment_639" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-639" title="Christina Grawe und Wigald Boning" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0109-600x396.jpg" alt="Christina Grawe und Wigald Boning" width="600" height="396" /><p class="wp-caption-text">Christina Grawe und Wigald Boning</p></div>
<h3>Lektion 1: Coole Fotos auf thailändische Art</h3>
<p>Die Thais lieben Wigald und sie lieben lustige Fotos. Und so wollte auch die thailändische Studentin Gig unbedingt ein Erinnerungsfoto mit „Dr. Megaclever“. Schließlich hatte sie erst neulich in seiner Show gelernt, wie sie Kaugummireste von ihrer Hose entfernen kann. Also Hände hoch – und Foto! „Hände hoch?“ Wigald Boning schaute erstaunt. Aber wer einen Tag lang mal beobachtet, welche Posen Thailänder beim Fotografieren einnehmen, weiß schnell, wie es geht. Gig erklärt es Wigald Boning: „Wenn du als Mädchen auf einem Foto wirklich sexy und niedlich aussehen willst, musst du mit beiden Hände neben dem Kopf ein V-Zeichen machen! Und coole Typen – so wie du – spreizen einfach Zeigefinger und Daumen unterm Kinn!“ „Das ist cool??“ fragt Wigald. „Ja!“ sagt Gig „das hat mal ein cooler Typ in einer Werbung so gemacht und das finden wir thailändischen Frauen total sexy bei Männern!“</p>
<div id="attachment_626" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-626   " title="Wigald Boning (cool)" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0086.jpg" alt="Wigald Boning (cool)" width="600" height="395" /><p class="wp-caption-text">Wigald Boning (cool)</p></div>
<h3>Lektion 2: Stinkende Früchte sind nicht immer verdorben.</h3>
<p><span style="font-weight: normal;">Der Markt in Bangkoks Slumviertel Khlong Toey ist sicher einer der krassesten Orte für deutsche Touristen. Lebendige Fische zappeln in den Auslagen, auf dem Boden fließt das Blut der eben geschlachteten Kuh, Schweineköpfe türmen sich auf den Tischen neben Fröschen und Schlangen. Frischfleisch und Gemüse neben Billigtextilien. Die Gerüche überlappen sich. Wigald Boning findet´s toll und schaut sich interessiert alles an. </span></p>
<div id="attachment_631" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><img class="size-large wp-image-631 " title="Wigald Boning probiert Durian" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0127-600x908.jpg" alt="Wigald Boning probiert Durian" width="360" height="545" /><p class="wp-caption-text">Wigald Boning probiert Durian</p></div>
<p><span style="font-weight: normal;">Eine Marktfrau hält ihm eine riesige Frucht mit Zacken hin und schneidet sie auf für ihn. Ein extrem starker fauliger Geruch schlägt ihm entgegen. Aber nein, das Obst ist nicht verdorben. Der erfahrene Thailandreisende wird es wissen: es ist eine Durian, auch Stinkefrucht genannt. Und erst wenn sie sooo riecht, ist sie wirklich reif und wirklich lecker, sagen die Thais. Der deutsche Komiker glaubt´s und probiert mutig: „Wenn man sich ganz stark darauf konzentriert, den unangenehmen Geruch auszuschalten, dann schmeckt´s gut.“ So ganz gelingt es ihm aber nicht und den Rest der Frucht verschenkt er dann doch lieber.</span></p>
<h3>Lektion 3: Schlangenblut – erst nach 15 Uhr!</h3>
<p>Im Thailand-Film „The Beach“ trinkt Leonardo di Caprio ein Glas Schlangenblut. Und der Khlong Toey Market ist berühmt für Kobrablut und Nattercurry. „Ich habe schon mal Schlange gegessen! Ich probiere gerne alles!“ erzählt Wigald Boning. Aber wir suchen vergeblich, die Garküchen am Rande des Marktes verkaufen nur Huhn, Rind, Fisch und Schwein. Wo sind die berühmten Schlangendelikatessen? „Ngu? Schlange? Viel zu früh! Kobrablut gibts nicht vor 15 Uhr!“ erklärt ein Händler. Der Grund: Schlangenblut gemischt mit hochprozentigem Alkohol wird eine enorm aphodisiakische Wirkung nachgesagt und die will der Thailänder normalerweise doch eher abends genießen. Wigald Boning beschließt, auf das tierische Potenzgetränk doch lieber zu verzichten. Aber immerhin – wieder was gelernt!</p>
<h3>Lektion 4: Auch Geister schauen gerne fern.</h3>
<p>Ein Tempel weit abseits der Touristenziele: in der Sukhumvit Soi 77. Der Mae Nak Schrein im Maha But Tempel. Hier wohnt laut Legende der Geist einer jungen Frau, die Mae Nak hiess. Und der Geist schaut offenbar gerne fern, denn hier im Tempel läuft vor der Statue Mae Naks 24 Stunden lang der Fernseher. Als Wigald Boning dorthin kommt, läuft gerade Thaiboxen. „Ob sie auch meine Sendung mag?“ lacht er und lernt: Gläubige Thailänder opfern gerne praktische Dinge. Und so sieht dieser Schrein eher wie ein Wohnzimmer aus oder ein Geschäft. Es stapeln sich Kleidungsstücke, Schmuck, Kosmetika und Spielzeug für das Kind von Mae Nak. Mae Nak war eine junge Frau, deren Mann in den Krieg zog. In seiner Abwesenheit bekam sie ein Kind und starb dabei. Als der Mann zurück kam, fand er Frau und Kind aber wohlauf vor und merkte lange nicht, dass er mit einem Geist zusammenlebte. Diese alte thailändische Geistergeschichte wurde unzählige Male verfilmt, zuletzt auch als Soaopopera. Seitdem ist der Tempel noch beliebter und seitdem hat man auch Mae Nak einen Fernseher hingestellt. Denn wer maßt sich an zu behaupten, Geister würden nicht auch gerne mal fernsehen! „Wirklich einer der schönsten und interessantesten Orte Bangkoks!“ findet Wigald Boning.</p>
<div id="attachment_633" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-633" title="Im Tempel Maha But" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0172-600x396.jpg" alt="Im Tempel Maha But" width="600" height="396" /><p class="wp-caption-text">Im Tempel Maha But</p></div>
<h3>Lektion 5: Die Zukunft kostet 4 Euro.</h3>
<p>Auf dem Gelände rund um den Mae Nak Schrein stehen unzählige Tische mit Wahrsagern. „Das will ich auch mal!“ sagt Wigald Boning. Nach etwas Suchen bringt man ihm auch ein Mädchen herbei, das etwas englisch spricht. Als sie den Mund aufmacht, erschrecken wir kurz: die hübsche junge Frau ist gar keine. Mit tiefer Stimmer erklärt sie/er Wigald dann, wie viele Karten er ziehen soll. 20 Minuten lang werden Karten gemischt, gezogen, ausgelegt. Zu seiner Überraschung werden ihm aber keine mysteriösen Weissagungen gemacht, sondern lebensnahe praktische Tipps verkündet. „Take good care mobile phone!“ übersetzt der Ladyboy.</p>
<div id="attachment_634" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-634" title="Weissagung für Wigald" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/10/DSC_0168-600x396.jpg" alt="DSC_0168" width="600" height="396" /><p class="wp-caption-text">Weissagung für Wigald</p></div>
<p>Verwirrt schaut Wigald hoch „Auf mein Handy aufpassen!? Okay, na klar!“ Für umgerechnet 4 Euro weiss er am Ende des Tages: sein Handy ist in Gefahr, sein Geldbeutel aber nicht. Finanziell werden die nächsten Jahr top sein. Wenn er zu viel arbeitet, wird er krank, sonst aber ist alles in Butter. Ach ja, seine Frau ist wahrscheinlich schwanger, teilt man ihm mit! Kann aber auch ein Übersetzungsfehler der Mädchens sein, das gar keins ist. Wigald Boning will aber am Abend vorsichtshalber doch mal zuhause anrufen und nachfragen – sofern er bis dahin sein Handy noch hat.</p>
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