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	<title>Mediawok Bangkok &#187; Mercycentre</title>
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	<description>TV &#38; Film Production - Bangkok</description>
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		<title>Das Mercycentre in Bangkok &#8211; Ort der Hoffnung</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 14:34:22 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_84" class="wp-caption alignleft" style="width: 368px"><img class="size-full wp-image-84 " title="Waisenkind Bangkok" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/09/P1000623.jpg" alt="P1000623" width="358" height="268" /><p class="wp-caption-text">Mercycentre Bangkok</p></div>
<p>Ich habe einen Knutschfleck. Ja, so richtig, einen blauen Fleck am Hals, deutlich sichtbar. Der Schuldige? Nicht mein Mann! ”Oho”, werden Sie denken! Aber ich bin glücklich über diesen Knutschfleck, denn er ist von einem Thailänder, in den ich ein bisschen verliebt bin! “Das wird ja immer schlimmer!” schütteln Sie jetzt sicherlich den Kopf. Na gut, die Erklärung: Besagter Thailänder ist ein noch ziemlich kleiner Mann, 10 Monate alt und den blauen Fleck hat er mir nicht erknutscht, sondern er hat einfach zu feste an meinen Hals gegrabscht. Warum ich mich so freue über diesen blauen Fleck?? Der kleine Junge heißt &#8220;Big&#8221;, ein symbolischer Name, den man ihm gab, um ihm Kraft zu verleihen.</p>
<h3>Man nannte ihn &#8220;Big&#8221;, um ihm Kraft zu verleihen.</h3>
<p>Bigs Start ins Leben war nämlich alles andere als kraftvoll. Er kam mit dem HIV-Virus zur Welt. Seine Mutter – im fortgeschrittenen Stadium aidskrank – hatte ihn angesteckt. Nicht nur mit HIV, sondern auch mit TB. Die Schwangerschaft hatte sie so sehr geschwächt, dass sie nun – völlig abgemagert und apathisch – auf der Sterbestation liegt. Auch Big war ein jämmerlicher Anblick, als ich ihn vor 6 Monaten das erste Mal sah. Mutter und Baby waren durch glückliche Umstände in Bangkoks Mercycentre gelandet. Bigs Mutter wird hier immerhin würdevoll und liebevoll gepflegt ihre letzten Wochen verbringen dürfen. Auch für das Baby sah die Zukunft nicht rosig aus zu Beginn. Big konnte nicht lachen, war dünn und sah aus, als würde er den nächsten Tag nicht überleben. Ein schwerkrankes teilnahmsloses Baby, dessen Anblick mir das Herz schmerzen ließ. Die nächsten Monate verbrachte er immer wieder wochenlang im Krankenhaus, zum Glück mit einer liebevollen Pflege-Ersatzmutter an seiner Seite: Mae Gung, die seit Bigs Ankunft im Heim jede Nacht an seiner Seite lag, im Krankenhaus und im Heim.</p>
<h3>Er lächelt …</h3>
<p>Jedes Mal, wenn ich zum Mercycentre kam, war ich eigentlich auf eine traurige Nachricht über den kleinen Big eingestellt. Meist sagte man mir “Er schläft, er hat wieder Fieber!” oder “Er ist seit gestern wieder im Krankenhaus, braucht Infusionen.” Letztes Wochenende aber kam ich dorthin und fand eine strahlende Mae Gung und einen lächelnden Big vor. Ich erkannte ihn kaum wieder. Der Kleine ist mittlerweile 10 Monate alt, sieht zwar immer noch aus wie maximal 5 Monate, aber er hat ein bisschen Speck angesetzt. Er verträgt die neue Spezialnahrung jetzt sehr gut und auch alle anderen Medikamente sind nun offenbar richtig auf den kleinen Körper eingestellt. Und – er lächelte, zappelte und griff energisch feste an meinen Hals! Und das ist der Grund, warum dieser blaue Fleck der schönste der Welt ist.</p>
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		<title>AIDS-Waise in Bangkok &#8211; Die Geschichte der kleinen Peh</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 15:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>christinagrawe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Asien Stories]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn die 7jährige Peh besonders glücklich ist, dann quietscht sie laut und ihre kleine Zunge schiebt sich frech durch die kaputten Zähnchen, die sie beim Lachen zeigt. Noch sind es die Milchzähne, aber wahrscheinlich werden auch die neuen Zähne bald wieder faulen. Liegt nicht an mangelnder Hygiene – Nebenwirkungen der Medikamente, die sie jeden Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_98" class="wp-caption alignleft" style="width: 368px"><img class="size-full wp-image-98  " title="Mercy Centre Bangkok" src="http://www.media-wok.com/wp-content/uploads/2009/09/Peh.jpg" alt="Mercy Centre Bangkok" width="358" height="268" /><p class="wp-caption-text">Mercy Centre Bangkok</p></div>
<p>Wenn die 7jährige Peh besonders glücklich ist, dann quietscht sie laut und ihre kleine Zunge schiebt sich frech durch die kaputten Zähnchen, die sie beim Lachen zeigt. Noch sind es die Milchzähne, aber wahrscheinlich werden auch die neuen Zähne bald wieder faulen. Liegt nicht an mangelnder Hygiene – Nebenwirkungen der Medikamente, die sie jeden Tag nehmen muss. Auswirkungen des Virus, das ihre Mutter ihr vom ersten Tag an auf dieser Welt mitgegeben hat. HIV. Die kleine Peh hat Aids.<br />
Ihre Geschichte ist eine von unzähligen in Asien: Papa trank oft ein bisschen zu viel, stromerte rum und steckte sich an in einem der billigen Bordelle auf dem Land. Mama erfuhr erst zwei Jahre später, als sie mit Baby Peh schwanger war, dass er auch sie angesteckt hatte. Papa starb zuerst, Mama wenige Wochen nach Pehs Geburt. Das war vor sieben Jahren.</p>
<h3>Zunächst kümmerte sich die Oma um Peh</h3>
<p>Die Oma kümmerte sich zuerst um Peh, aber niemand in ihrer kleinen Hütte in den Slums kannte sich aus mit kranken Babies. Und Peh war irgendwie anders, das kapierten alle. Aber niemand hatte Zeit oder Geld oder Nerven, sich darum zu kümmern. Als die Oma sich nicht mehr kümmern konnte oder wollte, hatte eine entfernte Tante Mitleid, eine Straßenkehrerin mit schon drei Kindern und einem Motorradtaxifahrer-Ehemann. Peh war fünf, konnte weder laufen noch sprechen zu der Zeit. Die Tante ahnte von dem Virus, der Schuld daran war, traute sich aber nicht, es ihrem Mann zu sagen. Hatte Angst, der Mann würde sie dann mit den drei Kindern sitzen lassen. Tagsüber hatte niemand Zeit für Peh, so sperrte man sie in einen kleinen Raum ein, mit frischem Reis und Wasser, was blieb der Tante anderes übrig.<br />
Ein Nachbar erzählte ihr dann von einer Art Kindertagesstätte für spezielle Kinder. Und so kam die kleine Peh ins Mercycentre, ein Kinderheim, Aidshospiz und Zuhause für Kinder wie Peh, für die niemand Zeit hat. Das war vor zwei Jahren.<br />
Als ich Peh dort das erste Mal traf, konnte sie nicht laufen, nicht essen, nicht lachen und nicht sehen. Der Virus, zu lange nicht bekämpft, war stärker als ihr Augenlicht, stärker als ihr Nervensystem. Peh hat auch heute noch Schwierigkeiten, ihre Bewegungen zu koordinieren.</p>
<h3>Sie kann jetzt stehen und beinahe alleine laufen</h3>
<p>Behutsam wurde sie in den letzten zwei Jahren in ihrem neuen Zuhause gepflegt und gestreichelt, gefüttert und auf die richtigen Medikamente eingestellt. Die ersten Wochen saß sie unbeweglich in einem kleinen Rollstuhl, weinte, als ich sie das erste Mal an ihrem Ärmchen berührte. Obwohl sie mich nicht sehen konnte – die komische weiße Frau mit gelben Haaren – hörte ich mich dennoch einfach fremd an. Viel Zeit ist seitdem vergangen. Die anderen Kinder im Heim – ebenfalls alle HIVpositiv – nahmen Peh als ihre kleine Schwester auf, wuschen sie, wickelten sie und ärgerten sie auch, so wie das ganz normale Geschwister tun. Die Hausmütter des Mercycentres pflegen sie liebevoll. Ein Physiotherapeut trainiert fast jeden Tag mit ihr, sie kann jetzt stehen und beinahe alleine laufen.<br />
Und wenn ich heute Peh ab und zu treffe, quietscht sie laut. Sie kann jetzt Eis essen und kichern, sie kann ein bisschen sprechen und ein Händeklatschspiel beinahe perfekt, sie kann Küsschen geben und streckt mir immer ihren kleinen Kopf entgegen, damit ich ihr auf den Hals puste und sie noch viel mehr lachen muss.</p>
<h3>Peh ist ein Glückskind</h3>
<p>Peh ist ein Glückskind. Klar, der Virus ist da, die meisten Nerven in ihrem Körper zerstört und auch ihr Augenlicht ist für immer weg und noch gibt es keine Langzeiterfahrungen mit den neuen Medikamenten. Aber ich denke nie daran, dass ich Peh mutmaßlich überleben werde, ich freue mich, wenn sie mich glücklich macht mit ihrem übermütigen Kichern.<br />
Dank des Mercycentres in Bangkok haben viele Kinder wie Peh eine glückliche, liebevolle Kindheit in Sicherheit. Das Haus in den Slums von Bangkok ist auch für mich in den letzten fünf Jahren zu einem zweiten Zuhause geworden. Und so werde ich sicher noch viele der traurigen und dennoch fröhlichen Geschichten meiner kleinen Freunde dort für die Frohe Botschafterin aufschreiben.</p>
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