Pranburi – wo Thailand gar nicht thailändisch aussieht
Die Sonne reflektiert von den weiß gekalkten Hotelmauern, ein leichter Wind weht kühlend vom Meer her, nur drei Menschen sehe ich am 5 Kilometer langen Strand: einen Fischer, der sein Netz repariert und ein Paar, das seit Stunden Muscheln sammelt. Gedrehte Schneckenröhren und ungewöhnliche flache runde Muscheln, auf denen die Natur blumenartige Muster hinterlassen hat, als hätte ein Künstler alle eigenhändig bearbeitet. Aus einem loungigen Hotelcafé tönen französische Chansons, eine weiße Holzschaukel knarrt leise im Wind, blauweiße Baumwollgardinen flattern.
Am Strand von Pranburi fühlt man sich gar nicht wie in Thailand, denkt man als erstes. Das kleine Edelwochenendziel erinnert eher an die Hamptons. Oder eben an die ruhigen Ecken Ibizas.
Der Strand ist vielleicht nicht der allerschönste Thailands, er ist gelb und ab und an sieht man auch Quallen. Aber ein einstündiger Spaziergang von Anfang bis Ende ist wunderschön. Einsam, obwohl die Uferfront mit kleinen Hotels gesäumt ist.
Nur 3 Stunden südlich von Bangkok befindet sich das verstreute Örtchen, das irgendwie anders ist. Am Pak Nam Pran Strand gibt es viele Resorts und dennoch ist es nicht touristisch. Vielleicht liegt es daran, dass auch die Hotels eben irgendwie anders sind. Alle nicht ganz billig, aber alle liebevoll und hübsch durchdesignt. Dunklen nordthailändischen-Holzstyle findet man genauso wenig wie die südthailand-üblichen Bambusbungalows. Die meisten Hotels sind klein und weiss, die Ecken abgerundet, mit dem Blumenmuschelmotiv des Strandes verziert. Das „Huaplee Lazy Beach Resort“ z.B. hat eine Künstlerin eigenhändig Zimmer für Zimmer eingerichtet. Weiße hutzelige Bungalows im mediterranen Look, mit Muschelketten, Mosaiken und Kunstwerken, jeder anders. „Baan Havana“ Gästehaus ist auch ganz in weiß gehalten, mit geschwungenen Formen, jedes Zimmer ist einer anderen Blume gewidmet. Im „Baan Panali Bed and Breakfast“ ist jeder Raum in einer anderen Farbe gestrichen. Oder das unvergleichliche „Aleenta“ natürlich! Hier haben schon die Beckhams Urlaub gemacht, heißt es. Luxus – aber gaaanz ruhig! Und selbst, wenn man als Nichthotelgast nur ein Getränk im Restaurant nimmt, wird man wie ein VIP behandelt. Das größte Hotel am Nordende des Strandes ist das „Evason Six Senses“ alles ganz naturgerecht gebaut.
Pranburi, das heißt: Ruhe und lange Spaziergänge. Yoga am Strand gibt es im Aleenta. Fast alle Hotels bieten kostenlos Fahrräder an. Oder machen Sie doch einfach mal Hotelsightseeing, wenn sie sich für ausgefallene Architektur und Einrichtung begeistern können. Ein Wochenende in Pranburi ist speziell. Kein Strand wie jeder andere! Ich empfand die Atmosphäre fast schon als magisch. Am Pak Nam Pran Strand Pranburis findet man gepflegte Ruhe, ohne sich je einsam zu fühlen.
Anreise
Mit dem Auto Richtung Hua Hin, dann den Schildern Pranburi folgen, ca. 30 km südlich Hua Hins.
Ein Erlebnis: mit dem Zug dritter Klasse (mit offenen Fenstern und vielen Händlern, die Maiskolben und Obst verkaufen) bis Hua Hin fahren, dann mit Taxi oder Hotellimousine weiter nach Pranburi. Die Hotels sind alle ausgeschildert.
Hotelempfehlungen
Aleenta – Luxus mit garantierter Tiefenentspannung www.aleenta.com
Huaplee Lazy Beach – mediterrane Liebe zum Detail www.huapleelazybeach.com
Baan Panali – Bed and Breakfast am Strand, mit Pool www.baan-panali.com
Pran Havana – Gästehaus mit Stil www.pranhavana.com
Evason Six Senses – edle riesige Hotelanlage www.sixsenses.com
Ausflüge von Pranburi: Radtour durch den Ort, organisierte Touren durch den Sam Roi Yot Nationalpark, auch Hua Hin ist nur ca. 30 Minuten entfernt.




